Qigong 2020 – Neue Kurse ab Januar

Was ist überhaupt Qigong?

Denken Sie an chinesische Parks. Morgens. Ältere Menschen machen komische langsame Bewegungen. Dann haben Sie ungefähr ein Bild. Mit über 8000 verschiedenen Stilen ist Qigong ein so umfassendes System, dass es mehrere Bibliotheken füllen würde. Übersetzt heißt Qigong nichts anderes als die Arbeit mit der eigenen Energie. Der Körper wird durch Dehnübungen, die dem Yoga ähneln, geschmeidig gemacht. Zu dem kommen Atemübungen und Entspannungstechniken. Wie auch die Akupunktur versucht Qigong, die Energie zum Fließen zu bringen. Verspannte Muskulatur wird nicht gut durchblutet und somit auch nicht gut mit Nähstoffen versorgt.

Yin und Yang – An- und Entspannung

Nach dem Prinzip von Yin und Yang ist es für uns wichtig zu wissen, was Entspannung ist, wenn wir mehr Kraft im Leben erzeugen wollen. Wenn wir das Eine nicht kennen, wie sollen wir dann wissen wie das Andere entsteht. Wie Licht nicht ohne Schatten existiert, so kann auch ein Muskel nicht optimal arbeiten, wenn er nur 100 % kennt. Es ist wichtig, Muskeln beizubringen, auch mal aktiv zu entspannen.

Dem Alltag entfliehen und den Moment wahrnehmen

Vielleicht sehnen wir uns gerade, mitten im Alltag steckend, nach Ruhe und Ausgeglichenheit. Oder wir haben mit besonderen Grenzerfahrungen und Herausforderungen zu tun, die uns Kraft abziehen und uns auslaugen. Qigong kann uns auf zweierlei Art unterstützen: Durch einen (verbesserten) Zugang zu unseren inneren Stärken und (mehr) Bewusstsein dafür, was unser Körper kann und schafft. Wenn wir uns selbst besser wahrnehmen, steigt somit auch unser Selbstbewusstsein.

Nicht anhaften sondern loslassen im Kopf

Nicht nur Muskeln können wir entspannen sondern auch den Geist. Um gelassener zu werden, beginnt alles zwischen den Ohren. Häufig hören wir, dass Dinge immer so waren und deswegen auch nicht verändert werden. Das nenne ich „Anhaften an Altem“.

Dinge sollten nicht unverändert bleiben, weil es schon immer so war, sondern weil sie gut sind und funktionieren. Das erfordert allerdings permanente Reflektion – nachdenken, ob es vielleicht auch besser, einfacher, mit mehr Leichtigkeit geht. Sowas ist im Alltag mit dem ganzen Stress um uns herum fast unmöglich. Umso wichtiger ist es, öfter mal inne zu halten, Altes vorbei ziehen zu lassen, durchzuatmen, um neu zu sortieren. Von anderen Blickwinkeln ergeben sich manchmal ungeahnte Ideen und Möglichkeiten.

Was kommt auf euch zu?

In den neuen Kursen unterrichte ich Übungen aus dem Daoyingong – eine Art daoistischem Yoga. Hier liegt der Fokus auf der Natürlichkeit und Entspannung der Bewegung. Zudem kommen Übung aus dem Changsigong – dem daoistischem Spiralkrafttraining hinzu. Diese Übungen sind eine Kombination aus Kräftigungs- und Dehnübung der Faszien. Zusätzlich werde ich einblicke in Wasser- und Drachen-Übungen geben. Was das genau ist erfahrt ihr in den Kursen… Alle Übungssysteme kommen aus dem Longmenpai – der daoistischen Drachentorschule.

Wann? Wo? Und Wieviel?

Ab dem 14. und 15. Januar beginnen wieder neue Qigong-Kurse in der Lounge der Yogavilla Emsdetten, Karlstr. 17, und eine Woche vorher am 07. Januar in der Kreativschule Da Capo, Habichtshöhe 56, Emsdetten. Wir trainieren immer dienstags von 9 – 10 Uhr und mittwochs von 17 – 18 Uhr in der Lounge und Dienstag abends von 19:15 – 20:15 in der Kreativschule. Die Kurse beinhalten zehn Termine und kosten 100 Euro. Für Schichtarbeiter ist es interessant zu wissen, dass jeder die Möglichkeit hat, innerhalb der Dienstags- und Mittwochskurs zu wechseln. Bei diesem Angebot handelt es sich um einen Präventionskurs nach §20 SGB und kann somit von den Krankenkassen erstattet werden.

Wenn Sie Interesse oder Rückfragen haben, melden Sie sich unter:

Sebastian Kellers

Entspannungstraining

Da es so viele verschiedene Entspannungsverfahren gibt, ist die Qual der Wahl recht groß. Wichtig ist meiner Meinung, dass es nicht nur auf der körperliche Ebene bleibt. Entspannung kann viel tiefer gehen, als Sie es sich im ersten Moment vorstellen können. Ich denke, das dabei drei Punkte sehr wichtig sind, damit die Entspannung möglichst tief und vollständig gelingt. Das wichtigste vorab. Für den Anfang brauche Sie Ruhe und Zeit zum üben.

Die Muskeln entspannen

Im Liegen oder Sitzen können Sie den ganzen Körper anspannen. Woher wissen Sie eigentlich genau, ob alle Muskeln auch entspannen können? Dieses bewusst zu tun ist das Ziel von vielen Entspannungskursen. Muskeln brauchen das Loslassen genau so wie Anspannung. Ein Wechsel von An- und Entspannung fördert die Mehrdurchblutung und somit die Vitalität der Muskulatur. Sie wird besser ernährt und Stoffwechselendprodukte werden besser abtransportiert.

Den Geist entspannen

Das ist womöglich eine sehr schwere Aufgabe. In unserem Alltag werden wir von so vielen Reizen beschossen, dass wir Ruhe nicht mehr mögen. Ein Schüler, einer 6. Klasse, sagte einmal während eines AG-Angebots zu mir, er könne die Stille nicht mehr ertragen. Das ist schon hart. Aber wen wundert es, bei dem Überangebot von Medien. Den Geist entspannen bedeutet: Einfach mal nicht denken. Den Kopf leer werden lassen. Gedanken ziehen lassen und Ruhe einkehren lassen. Es ist schwer, aber nicht unmöglich wenn Sie fleißig üben 😉

Die Seele entspannen

Hier ist es eigentlich wieder recht simpel, wenn Sie wissen was sie wollen und / oder brauchen. Tun Sie sich etwas gutes, worauf Sie lust haben, und dem Alltagsstress entfliehen können. Lassen Sie die Seele einfach mal baumeln. Egal wie. Vielleicht mit einem Wochenende am Meer oder in den Bergen, einem Waldspaziergang oder einer warmen Wanne mit Obst und einem guten Buch. Oder Sie gehen einfach lecker essen. Wichtig ist, dass die es genießen.

Alles drei auf einmal als Kunst

Die Kunst der Entspannung ist die Grundlage für Anspannung, sprich Leistungsfähigkeit. Nur wer entspannen kann, kann auch energievoll sein. Körperliche und geistige Regenerationstechniken zeigen Ihnen Ihren Weg zu Ruhe und Glück. Lernen Sie Dasein im Hier und Jetzt – Sie werden mit mehr Power und Zufriedenheit belohnt, aber auch mit verbessertem Stoffwechsel und besserer Durchblutung.